Von Walen, Löwen und Elefanten

Von Kapstadt geht es entlang der Südküste in mehreren Tagen Richtung Port Elizabeth. Immer wieder finden wir schöne Campingplätze an den weißen Sandstränden im De Hoope Nature Reserve können wir eine Walkuh mit ihrem Baby vom Strand aus beobachten.
Nach einer holprigen Fahrt auf Schotterpiste endet diese vor einem großen Fluss. Aber keine Problem es gibt ein Floss/ Fähre, die von Menschen gezogen wird und uns sicher ans andere Ufer bringt.
Der nächste Tag beginnt mit einem absoluten Highlight der Reise! In Plettenberg Bay entscheiden wir uns ganz spontan eine Whale-Wachting Tour zu machen. Die riesigen Tiere manövrieren geschickt um unser Boot. Nach einer Stunde Wale schauen wird Miriam ganz blass um die Nase und wir erreichen gerade noch rechtzeitig festen Boden unter den Füssen bevor die Seekrankheit zuschlägt.
Völlig begeistert von den Walen rauscht Martin mit kriminellen 75 km/h statt den erlaubten 60 km/h in eine Radarfalle. Durch Sofortkasse ohne Quittung schrammen wir knapp an einem Besuch der örtlichen Polizeiwache vorbei.
Unser Nachtlager schlagen wir im Addo Elephants Park auf. Wie man unschwer erraten kann, erwarten einen hier hauptsächlich Elefanten. Nach wenigen Metern Fahrt durch den Park ist unser Auto von einer Elefantenherde umzingelt.
Am nächsten Tag geht es auf Löwenjagd! Wir sehen fast alle Tiere, die der Park zu bieten hat, aber keine Löwen! Auf unserer Abendrunde entdecken wir drei wunderschöne Löwen, die durch die Savanne streifen.

Cape Point und Kap der guten Hoffnung

Heute früh hatten wir richtiges Aprilwetter in Kapstadt! Sonne, Wind und Sturm wechseln im 5 Minuntentakt. Wir machen uns trotzdem auf den Weg zum Kap der guten Hoffung.
Auf dem Weg liegt der Pinguin Nationalpark in einer felsigen Bucht. Soweit die Theorie in der Praxis wurden wir von der Flut überrascht und mussten über die Felsen zurück klettern. Aber kein Problem für uns Bayern! Die Japaner saßen auch noch nach einer Stunde auf dem selben Fels :-)
Wie Küstenstraße windet sich immer weiter Richtung Cape Point, dem Süd-Westlichsten Punkt Afrikas. Regen und starke Sturmböen ziehen auf und wir können uns vorstellen, dass dieser Küstenabschnitt für Segelschiffe kein Vergnügen ist.

Kapstadt

Wann wird endlich dieses verdammte Zelt trocken? So romantisch ein Zeltplatz direkt am Gebirgsplatz ist, so unpraktisch ist er, wenn man am nächsten Morgen sein Zelt trocken einpacken will.
Es sind nur noch 150 km nach Kapstadt. In der ersten Stunde schaffen wir nur 15 km. So lustig die Baustellen hier sind mit winkenden Menschen, tanzenden Bauarbeitern (6 schauen zu, 1arbeitet), den witzigen Fahnenschwenkern und den Stopp- and Go- Schildern (wie eine Ampel nur von Menschen bedient und das auch nur im 20 Minutentakt), irgendwann nervts!
Gegen 15 Uhr trudeln wir in unserem Hotel ein und relaxen beim Bier bzw. einem Gläschen Wein. Tüdeltü. Dann laufen wir zur Waterfront, dem alten Hafengelände Kapstadts. Völlig entspannt sitzen wir bei einem guten Italiener und genießen die Abendstimmung in Kapstadt.
Wir beginnen den nächsten Tag gemütlich beim hervorragenden Frühstück und machen uns gestärkt an die Besteigung des Tafelberges. An der Talstation kaufen wir uns zum Glück noch 3 l Wasser. Martin spielt den Sherpa. Leck mich am Ärmel brennt die Sonne runter! Wir hätten früher starten sollen. Miriam schwitzt, was Martin macht kann man nicht mehr als schwitzen bezeichnen. Zu allem Überfluss lösen sich auch noch die Sohlen von Martins Wanderstiefeln auf, sodass er oben fast barfuss ankommt. Nach einer kurzen Rast können wir die atemberaubende Aussicht genießen und entscheiden einen Tag länger in Kapstadt zu bleiben. Runter gehts dann mit der Gondel.
Abends schlendern wir durch die Longstreet (= Kaufingerstrasse von Kapstadt) und probieren afrikanische Fleischsorten (Krokodil, Strauss, Oryx-Antilope und Warzenschwein).

Die Westküste

Den Weg aus dem Norden versüssen wir uns durch den Besuch von Namaqualand. Das ist ein Nationalpark, in dem im Frühling die ganzen Wüstenblumen blühen. Das Durchschnittsalter des Publikums unterscheidet sich kaum von dem der Insel Mainau. Es folgt eine üble Nacht auf einem dubiosen Campingplatz, auf dem nachts die Polizei patroulliert. Miriam wacht in der Nacht auf und hört Schritte um unser Zelt schleichen. Starr vor Angst weckt sie Martin auf. Schlaftrunken hört er erstmal gar nichts. Auf einmal ist auch er hellwach! Zefix was ist das denn?! Die Anspannung löst sich ziemlich schnell. Es ist nur der Wind, der unsere Zeltplane üble Schrittgeräusche machen lässt.
Nach der unruhigen Nacht verwöhnen wir uns am nächsten Morgen in Clanwilliam mit einem Rooiboscapuccino. Unser Zeltplatz befindet sich in der Cederbergen direkt am Gebirgsfluss. Den Platz befindet sich auf einer Rooibosplantage, die von zwei Deutschen betrieben wird. Ob ihr es glaubt oder nicht, wir waren im Fluss schwimmen!!!

Urlaub mit den Fossils

Im Land der Fossils (=Rentner) ist Internet nicht weit verbreitet. Wir sind zur Zeit im Nordwesten unterwegs. Der August ist der Rentner-Monat in Suedafrika. In allen Nationalparks treiben sich mehr oder weniger ruestige Rentner rum die mit ihren Wohnwaegen alle Camps ‘fully booked’ machen. Camps im Kruegerpark kann man einfach reservieren ob man dann auch wirklich erscheint spielt keine Rolle. So sind halbvolle Camps fully booked. Aber wir sind bis jetzt noch jeden Abend untergekommen.

Im Kruegerpark haben wir in 3 Tagen die Big Five klargemacht! Das muss man sich ein wenig wie Zoo ohne Kaefige in toller Landschaft vorstellen. Teilweise waren die Tiere so nah, dass wir Angst bekamen, weil der gefaehrliche Wasserbueffel direkt vor unserm roten Auto mit den Hufen scharrte und schon Schaum vorm Maul hatte!!! Nix wie weg.

Die letzten Tage verbrachten wir im Kgalagadi Nature Reserve an der Grenze zu Namibia und Botswana. Weniger Tiere aber auch weniger Leute. Tolle Landschaft mit roten Sandduenen. Die ersten Auslaufer der Kalahari Wueste!

Jetzt haben wir in Upington unsere Vorraete aufgefuellt und fahren zu den Augrabies Falls.

Ab 6. Sep. sind wir in Kapstadt in einem schnieken Boutique Hotel. Von dort melden wir uns mit Fotos von Sabbernden Bueffeln und kleinen roten Autos.

Bis dann

Südafrika 2011

Endlich ist der große Tag gekommen! Heute geht es nach Südafrika. Wir werden die nächsten 4 Wochen Land und Leute besuchen…

Bevor wir zum Flughafen durften stand noch das letzte Wiegen auf dem Programm! 60 kg sind erlaubt, beim ersten Wiegen haben wir stolze 76 kg auf die Waage gebracht! So mussten wir uns notgedrungen von Campingstühlen und ähnlich wichtigen Dingen trennen… Tja jetzt werden erstmal die Outdoorläden in Südafrika besucht!

In wenigen Stunden geht unser Flug von München über Dubai nach Johannesburg

Grüße
Miriam und Martin

Berlin, Dresden, Prag, Wien zu Ostern

Das schöne Osterwetter hat uns zu einer kleinen Rundreise ermuntert. Zuerst besuchen wir Iris und Berthold in Berlin und verbrachten schöne Tage bei ihnen. Sie ziehen nach Südfrankreich, was durchaus auch mal einen Besuch wert ist. Auf dem Weg nach Prag machten wir kurz bei Miriams Bruder in Dresden halt. Wir saßen bis spät in die Nacht in einem Biergarten und warteten fast 1 Std. auf unser Essen. Sehr lustig zu sehen, wie unruhig die anderen Gäste wurden. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Prag.
Prag war unglaublich voll und es wurde öfter versucht uns in Restaurants abzuzocken. Aber nicht mit uns! Seit Syrien und Jordanien kennen wir alle Tricks! Prag ist eine schöne Stadt, aber wir haben uns nicht so recht wohl gefühlt. Man hat nicht das Gefühl als würden dort noch “Einheimische” leben. Überall gibt es Touristenshops, in denen von Babuschkas über Bernstein bis zu venezianischen Masken alles angeboten wird, was Touris kaufen könnten.
Der Urlaub sollte in Wien ausklingen, leider gab es in der Wohnung in der wir wohnen wollten keinen Strom und so blieb uns nichts anderes übrig als weiter nach München zu fahren…

Venedig

Für uns ging es gleich zu beginn des neuen Jahres in den Süden nach Venedig.
Aber im Winter konnten wir uns Venedig nicht so recht vorstellen. Nebel, Wind und alle Restaurants haben zu…
Doch es kam ganz anders! Wir hatten schönes Wetter und konnten unsern Espresso Macchiato auf der Piazza genießen. Und es gibt noch einen großen Vorteil! Es haben viele Restaurants und Geschäfte zu ABER nur die Touri-Abzock-Buden!
Venedig im Winter würden wir sofort wieder machen! So leer und entspannt waren wir noch nie in Venedig!

Grüße
Miriam und Martin

Alles gut gegangen

Wir sind nun schon seit ein paar Wochen wieder gut daheim angekommen. Noch immer denken wir oft an die schöne Zeit und die vielen neuen Bekanntschaften zurück. So schön und lang der Urlaub war, planen wir schon neue Reisen fürs nächste Jahr.

Bis bald
Miriam und Mannes

Aleppo

Aus dem kleinen Bergdörfchen Dana fuhren wir ganz in den Norden Jordaniens nach Jerasch. Hier hätte man sich völlig überteuert ein paar alte römische Steine anschauen können. Wir verspürten beide keine große Lust und fuhren lieber 20 km weiter nach Alujin. Dort gab es eine Burg zu besichtigen, die wegen des Fastenmonats Ramadan aber schon geschlossen hatte. Ein Taxifahrer der vor der Burg wartete sagte uns, wir sollten dem Pförtner 5 Euro zustecken und wir könnten die Burg trotzdem besichtigen. Wir gingen also zum Eingang doch der Mann wollte von uns kein Geld annehmen und wir konnten so passieren. Ihr hättet das Geschrei vom Taxifahrer hören solln! Wir glauben er wollte 50:50 mit dem Pfördner machen… Als wir gingen sagte der Pförtner uns er könne doch kein Geld annehmen, wenn neben ihm das Bild des Königs hänge würde.

Nach diesem schönen Erlebnis ging es für uns am nächsten Tag wieder nach Syrien. Eine lange Fahrt stand auf dem Programm. Jetzt sind wir in Aleppo angekommen und genießen das letzte Ziel unserer Reise noch einmal in vollen Zügen. Im Stadtverkehr haben wir zwei Motorradfahrer aus Nürnberg getroffen, die auch völlig überfordert nach einem Hotel suchten. Zusammen wuselten wir dann durch die Stadt und hatten eine halbe Stunde später ein Zimmer für 10 Euro die Nacht. Humphrey schläft ähnlich teuer auf einem bewachten Parkplatz.

Den Abend verbrachten wir in einem Restaurant mit Blick auf den Eingang der großen Mosche. Sehr schön von oben zu beobachten.