Nachdem Martin nun auch mit seinen Klausuren fertig war, liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In Steingaden wurde mit Tomis Hilfe der Innenausbau reisefertig gemacht.
Freitagabend wurde Humphrey bei Thomas, der in seiner Garage eine 1a Werksatt hat, durch gecheckt. Miriam stellte sich beim Schrauben so gut an, dass Thomas sie als Assistentin behalten wollte.
Samstagmittag, als auch Humphrey fit war, gings dann los nach Dresden zum Florian (Miriams Bruder). Nach unserer Ankunft erkundeten wir gemeinsam die Biergartenkultur und das Elbufer in Dresden.
Gut ausgeschlafen starten wir den Tag mit einer Radtour zu den Elbschlössern. Über das blaue Wunder entlang der Elbe ging es zurück in die Altstadt, die übrigens gar keine Altstadt ist, da alle Häuser nach dem Krieg neu erbaut werden mussten, wie uns ein äußerst kompetente, besonders in historischen Sachen gut bewanderte Frau, erklärte. Wir besichtigten dieselben Sehenswürdigkeiten wie 10 000 andere Touristen. Vom Hochplateau der Frauenkirche wollten wir nicht mehr runter und überschritten, dem jedem Touristen vorgeschriebenen Aufenthalt um einVielfaches. Am Elbufer erholten wir uns und staunten Bauklötzchen, als direkt neben unseren Handtüchern drei Heißluftballone starteten. Als wir den Abend in einem gemütlichen, kubanischen Lokal ausklingen lassen wollten, wurde direkt neben unserem Tisch eine Fahrradfahrerin von einem Auto erfasst. Gott sei Dank war der Rettungswagen schnell zur Stelle. Mit flauem Gefühl im Magen schieben wir unsere Räder zur Elbe und bestaunen die beleuchtete Altstadt.
Der Montagabend lässt sich unter dem Punkt „Wie kann man nur so viel Pech auf einmal haben?!“ zusammenfassen. Als Erstes kam Florian völlig durchnässt von einem Sommergewitter von der Uni zurück.
Das nächste Highlight war Humphrey’s rechter Hinterschlappen, dessen Ventil aufgeschnitten wurde. Mit einem Wagenheber wurden Hunmphrey’s größten Schäden gelindert.
Anstatt die Rückwand des Schrankes zu befestigen, tackerte Florian lieber seinen Daumen an.
Beim Versuch die Wohnung wieder vom Sägemehl zu befreien, stolperte Miriam über das Staubsaugerkabel und riss es aus dem Gehäuse.
Unterbrochen wurden diesen Aktionen von einer Serie von Stromausfällen, die durch die antiquare Waschmaschine verursacht wurden.
Dies alles gipfelte die Reparatur des Staubsaugers. Aufgrund unprofessionellen Werkzeuges fühlten wir uns verpflichtet zu primitiveren Möglichkeiten überzugehen. Vielleicht geht der Staubsauger ja wieder, wenn wir die Kabel einfach zurückschieben?! Unerwarteterweise saßen wir nach einem kurzen Lichtblitz im Dunkeln. Beim Versuch die Sicherungen wieder reinzumachen, stellten wir fest, dass diese durchgebrannt waren.
Das Problem an der dunklen Wohnung war, dass Florians neue Mitbewohnerin jede Minute aus dem Urlaub zurückkehren sollte. Verzweifelt begaben wir uns auf die Fehlersuche. Aber erst in der Eckkneipe bei einem Bier hatte Florian die Erleuchtung! Noch in der Nacht wurde das Licht wieder hergegrattelt.
Der nächste Tag wurde vollständig damit verbracht die Gratteleien des Vortages zu beseitigen. Mit einem Tag Verspätung fahren wir morgen hoffentlich weiter nach Polen!!